Dreadlocks – und tschüss damit!

Dreadlocks – und tschüss damit!

 

Oft werde ich bei einer Beratung gefragt, wie man seine Dreadlocks wieder loswerden kann, ohne gleich mit einer Glatze durch die Welt zu laufen.

Manchmal braucht es halt wieder eine Veränderung – und dann weichen halt auch mal die jahrelang oder nur kurz getragenen Locks wieder. Aber wie? Geht auskämmen wirklich?

Ja!

Sicher hast du schon gelesen, wie du deine Haare auf den Termin zur Neuerstellung vorbereiten kannst, damit das Ergebnis zu wunderschönen Locks bestmöglich erzielt werden kann. Und genauso viel Vorbereitung braucht es, um sie auch wieder loszuwerden, ohne zur Schere greifen zu müssen!

Du kannst ab sofort anfangen, deine Locks mit Spülung und Kuren zu bearbeiten. Diese machen nämlich die Haarstruktur wieder glatt und glänzend. Wenn die einzelnen Haare wieder sehr glatt sind in ihrer Struktur, dann filzen (verhakeln) sie sich nicht mehr so miteinander und deine Dreads werden mit jeder Anwendung weicher und „fluffiger“.

Auch kannst du dein Shampoo wieder wechseln – also weg mit der filzenden Dreadseife, her mit den pflegenden und glättenden Shampoos!

Du kannst auch Leave-in-Kuren nutzen, die das Haar besser kämmbar machen oder die „gegen Ziepen“ sind. Das kannst du erst mal ein bis zwei Wochen regelmäßig machen, und du wirst merken, dass sich deine Dreads ggf. weicher anfühlen können. Je nach Lebensstil und bisherige Pflege kann es aber auch sein, dass du deine Locks dennoch fest bleiben und alles andere als fluffig werden. Das kommt wirklich auf jeden einzelnen an und wie die Haare mit jeweiliger Haarstruktur auf deine Vorbereitung reagiert. .

Der wichtigste Tipp von allen ist jedoch dieser:

Deine Dreadlocks müssen absolut trocken sein, wenn du anfängst mit auskämmen!

„Dr. Google“ erzählt hin und wieder was von Kuchengablen, Flohkamm oder was auch immer für Hilfsmittel angepriesen werden.

Ich rate dir jedoch einfach zu einem ganz normalen hochwertigen Stielkamm. Er sollte kein billiger Plastik-fantastic-Kamm aus der Puppenkiste sein, sondern einfach ein guter Kamm mit Metall-Stiel. Und auch wenn ich keine Provision für Werbung bekomme, kann ich nur wärmstens den aus dem DreadFactory-Shop empfehlen!

Man beginng also beim ersten Dread ganz unten und dröselt nun mit dem Stiel Haar für Haar auf. Und dazu braucht es echt nicht viel Kraft, denn wir wollen die Haare ja nur entwirren und nicht reißen! Daher macht hier auch eine Kuchengabel überhaupt keinen Sinn (es sei denn man isst nebenzu noch ein Stück Kuchen damit!).

Mit der Kamm-Seite kann man dann nach und nach ein wenig die Haare kämmen, die man vorsichtig aufgedröselt hat. So einfach geht es! Nein, es ist nicht einfach, denn man kommt in Versuchung, Kraft anzuwenden – und dann reißen die Haare!

Ebenso findet man auch im Netz immer wieder Bilder von raus gekämmtem Haar. Man erschrickt förmlich, wenn man die Menge sieht, die man am Ende in der Hand hält. Aber das ist absolut normal!

Jeder Mensch verliert Haare! Und wie! Oft merkt man es, wenn sie einem auf der Schulter liegen, in der Haarbürste stecken oder wenn man mal wieder den Siphon der Dusche reinigt, weil sie den Abfluss verstopfen. Nicht aber bei Locks, denn sie fallen zwar aus, fallen aber nicht mehr zu Boden und bleiben brav in deiner Mähne hängen. Das ist mitunter auch der Grund, wieso du mit Dreadlocks auch endlich deine langen Haare bekommen kannst, die du ohne Dreadlocks niemals erreicht hättest.

Und genau diese Haare werden natürlich dann auch mit ausgekämmt! Das kann manchmal erschreckend viel sein!

Hier sieht man, wie viel das sein kann. Meist werden Dreadlocks so weit abgeschnitten, dass man nicht mehr ganz so viel zum Aufkämmen hat. Aber auch eine geringere Länge kann so ihre Stunden brauchen. Man kann um die 30 Minuten pro Locke rechnen – je nach Dicke, innere Verunreinigung, Vorbereitung und Länge.  

An dieser Stelle danke ich herzlich den beiden Mädels Tilla und Christina  für die Bilder, die ich hier in meinem Beitrag zeigen darf.

Das Alter der Dreadlocks spielt eigentlich nicht wirklich eine große Rolle, ob man es ausgekämmt bekommt oder nicht. Wichtig ist hier wirklich nur die richtige Vorbereitung, die Geduld und dass man nichts „übers Knie bricht“, indem man die Haare reißt statt einzeln Haar für Haar kämmt.

Hast du noch Fragen oder eigene Erfahrungen? Dann schreib mir gern oder erzähle es über die Kommentar-Funktion!

Deine Liliana

 


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