Vorbereitung ist wichtig! Lass dich beraten!

Vorbereitung ist wichtig! Lass dich beraten!

 

Du willst neue Locks und freust dich schon total auf deinen Termin? Glaub mir, ich bin bei so einem Termin auch immer sehr aufgeregt und vor allem auch gespannt, denn Dreadlocks zu bekommen ist nicht so wie eine Stunde beim Frisör! Es ist auch nicht einfach nur eine Frisur, denn es ist viel mehr! Es ist einfach eine komplette Typ-Veränderung! Es macht was „mit einem“!

Und damit man ein super Ergebnis erzielen kann, ist es wichtig, dass deine Haare auch dementsprechend  vorbereitet werden, wenn nötig.

Deine Kopfhaut:

Als erstes schaue ich meist bei einer Beratung auf deine Kopfhaut und ob sie gesund ist. Denn wenn du viele trockene oder fettige Schuppen oder andere Symptome hast, wäre eine Diagnostik bei einem Hautarzt wohl von Vorteil. Oft reicht auch schon ein Wechsel der Reinigungs- und/ oder Pflegeprodukte, damit sich deine Kopfhaut bis zu Termin beruhigen kann.

Deine Länge:

Als nächstes schaue ich mir deine Haarlänge an. Diese sollte mindestens 15cm haben, um Extension an deine Dreads anbringen zu können, die dann auch gut halten. Schließlich verliert man nicht gerne Haare – und Locks ebenso wenig! Wenn du Dreadlocks ohne Verlängerungen bevorzugst, sollte eine Länge von mindestens 20cm vorhanden sein.

Deine Produkte:

Dann ist es auch wichtig, dass du für deine Lockserstellung auch auf Produkte mit Silikonen verzichtest. Du solltest diese Produkte also sofort aus deiner Haarwasch- und Pflegeroutine verbannen. Ebenso auch Spülungen und Haarkuren, welche die Haare seidiger machen, um sie besser kämmen zu können. Silikone und Spülungen machen das Haar glatt. Und eigentlich sollen ja die Haare bzw. deren Schuppenschicht ein wenig aufgeraut sein, um nach dem auftoupieren und verhäkeln in den gewünschten Filzprozess zu kommen. Das wiederum geht aber nicht, wenn die Haare glatt sind. Logisch, oder? Am besten eignen sich Dreadseifen oder silikonfreie Shampoos. Ich berate dich da gern weiter, solltest du genauere Tipps haben wollen.

Eine „saure Rinse“:

Solltest du sehr weiches Haar und lange Zeit Shampoos mit Silikonen benutzt haben, eignet sich auch eine „saure Rinse“. Dafür nimmst du eine Schüssel mit Wasser und gibst 2EL Apfelessig dazu. Darin spülst du deine Haare nach jeder oder jeder zweiten Haarwäsche. Der Geruch vom Essig verfliegt, sobald deine Haare trocken sind. Apfelessig wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, antioxidativ und ist sauer.  Ärzten zufolge kann genau diese Säure dabei helfen, den natürlichen pH-Wert der Kopfhaut zu optimieren und Produktrückstände sanft zu entfernen. Das kann man beliebig oft anwenden, denn es schadet deinem Haar nicht.

Und nun kommen wir zu einem weiteren ganz wichtigen Hinweis:

Dieses Ding mit der Kieselerde:

Bitte glaube nicht immer sofort, was „Dr. Google“ ausspuckt! Ich habe nun schon ganz häufig gelesen und auch gehört, dass viele Dreadheads ihre Haare vor einem Termin mit Kieselerde behandeln. Das kannst du gern machen – als Nahrungsergänzung in Kapselform ist es sicher eine gute Sache! Aber bitte rühre keine Pampe an und schmier es auf die Haare! Bitte nicht! Auf keinen Fall! Kieselerde entzieht deinem Haar Feuchtigkeit! Das führt leider auch zu Haarbruch und somit zu sehr kurzen oder gar keinen Dreadlocks! Da du aber nie weißt, wie dein Haar gerade in diesem Moment auf diese Kieselerde-Kur reagiert, kann es sein, dass es gut geht oder eben nicht! Und dann ist es meist schon zu spät! Glaub mir, du bekommst deine Locks auch ohne dieses Experiment, sofern du nur die Pflege-Routine änderst oder ohne Silikon beibehältst.

Haare färben noch möglich?

Na klar! Aber auch da solltest du die Spülung weg lassen, die bei den Drogerie-Packungen dabei ist. Anders als das Shampoo enthält der Conditioner pflegende Inhaltsstoffe, die das Haar nähren und schützen. Das Shampoo reinigt das Haar und öffnet dabei die Schuppenschicht. Damit das Haar geschützt ist, muss die Haarstruktur aber wieder geschlossen werden. Genau diese Aufgabe übernimmt der Conditioner. Und das wollen wir für unsere Dreadlocks aber nicht, damit der Filzprozess in Gang kommt. Du kannst auch hier wieder zur sauren Rinse greifen.

Noch fragen?

Na dann immer gern her damit! Denn ich finde es ganz wichtig, wenn vor einem Neuerstellungs-Termin alle, aber auch wirklich alle deine Fragen geklärt und vor allem erklärt sind!

Eine gute Dreadstylistin oder einen guten Dreadstylist erkennst du übrigens daran, dass sie dich wirklich über alles informieren und jede Kleinigkeit über deine Haare und deine Wünsche wissen wollen, damit deine Vorstellung zu einer tollen Mähne bestmöglich umgesetzt werden kann!

Deine Liliana

 


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